Hindernisse unter der Lupe

Agility ist mittlerweile eine sehr populäre Hundesportart, die ihre Anfänge in England fand. Seit den 80er Jahren ist sie auch in Deutschland und anderen Ländern sehr angesagt und wird vor allem in den Sommermonaten vermehrt ausgeübt. Dabei handelt es sich um einen Hindernissparcour, der von Hunden in einer bestimmten Zeit mithilfe seines Herrchens oder Frauchens durchlaufen werden muss. Sowohl in Hundevereinen, als auch in Polizeischulen wird das Durchqueren solcher Hindernissparcours häufig trainiert und somit die Geschicklichkeit und Ausdauer von Hunden enorm verbessert. Seit einigen Jahren werden Turniere und Meisterschaften in dieser modernen Sportart ausgetragen.

Regeln und Hindernisse beim Agility

Ziel ist es, einen Parcours mit 20 Hindernissen möglichst fehlerfrei zu bewältigen und das in einer vorgegebenen Zeit. Dabei wird der Hund nicht an der Leine geführt und darf auch nicht berührt werden. Frauchen oder Herrchen dürfen lediglich akustische Signale oder Handzeichen geben, die das Tier dann deuten muss. Ein hohes Maß an Gehorsam, Geschick und Geduld wird dem Hund abverlangt, der alle Hindernisse in einer bestimmten Reihenfolge bewältigen muss. Jede Verweigerung und jeder Fehler wird mit Disqualifikation bestraft. Meist sind es kleine Hunde, die bei dieser Sportart große Erfolge feiern, denn sie sind besonders wendig und können gewisse Hindernisse sehr leicht bezwingen.

Von den insgesamt 20 Hindernissen, die übrigens immer wieder anders aufgestellt werden können, ist der Slalom wohl das schwierigste Element für den Hund. Das Tier muss 12 Stangen im Zick-Zack passieren, wobei sein Besitzer nur von der Seite helfen darf. Oft dauert es mehrere Monate, bis der Hund in der Lage ist, dieses Hindernis fehlerfrei zu bewältigen.

Ein anderes Hindernis ist vielen wohl bereits aus dem Pferdesport bekannt. Die Rede ist von den verschiedenen Hürden, die übersprungen werden müssen. Es gibt Hürden mit nur einer Stange, aber auch so genannte Ochser (Doppel-Hürden), die wesentlich schwieriger zu meistern sind.
Beim Agility befindet sich fast immer ein Sacktunnel, durch den die Hunde kriechen müssen. Viele Vierbeiner haben Respekt vor der Dunkelheit und Enge, so dass sie nicht selten Halt davor machen und wertvolle Sekunden verloren gehen.

Auch die Wippe ist ein bekanntes Element dieses Hundesports und verlangt den Tieren viel Geschick und Konzentration ab. Der Hund darf nicht einfach von der obersten Stelle der Wippe herab springen, sondern muss den automatischen Kipp-Mechanismus abwarten, der ihn auf den Boden zurückbringt.

Der Hundebesitzer

Auch Hundebesitzer haben sich an gewisse Regeln zu halten, wenn sie mit ihren Vierbeinern an Agility-Wettbewerben teilnehmen. Es beginnt bereits mit der entsprechenden Sportbekleidung, die mit Bedacht ausgewählt werden sollte, bevor es an den Hindernissparcour geht. Egal zu welcher Tages- oder Jahreszeit – die Sportbekleidung muss robust und widerstandsfähig sein, denn schließlich steht Herrchen oder Frauchen nicht nur passiv am Spielfeldrand, sondern rennt mit dem Vierbeiner herum, hockt sich auf die Knie oder springt neben den Hürden mit. Atmungsaktive Kleidung, die viel Bewegungsfreiheit garantieren, sind daher beim Agility optimal und sollten keinesfalls fehlen. Auch plötzlicher Regen kann auftreten, weshalb Sportbekleidung wasserdicht und pflegeleicht sein sollte.

Hunde erwarten nach einem erfolgreich absolvierten Hindernissparcour meist eine Belohnung, die sie sich beim Besitzer dankend abholen. Es wäre also mehr als praktisch, wenn die Sportbekleidung viele Taschen aufweist, in denen Leckerlies oder zum Beispiel das Lieblingsspielzeug des Tieres verstaut werden können. Einige Hundebesitzer tragen auch eine Pfeife oder andere kleine Geräte mit sich herum, die der Hund kennt und so gewisse Hindernisse schneller überwindet.

Comments are closed.